Schunk Präzisionswerkzeuge GmbH

6.000 verschiedene Werkzeuge – und jedes Einzelne wird hochpräzise gefertigt oder nach Verschleiß aufbereitet. Mit diesem Know-how ist Schunk im Markt enorm erfolgreich. Die komplexe Steuerung der mehrstufigen Produktions- und Lieferprozesse erfolgt rundum mit Haufe X360.  

Über Schunk Präzisionswerkzeuge
Produktion
Sitz
Coburg, Bayern, Deutschland
Mitarbeiter:innen
20
Vorherige Software
Lexware

Über Schunk Präzisionswerkzeuge

Die Herstellung von Präzisionswerkzeugen ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben innerhalb der Industrie. Überaus komplexe Geometrien entstehen mit mikrometergenauer Präzision – trotz hochfester Werkstoffe! Dabei kommt es etwa auf perfekte Schneidflächen an, damit Fräser, Bohrer und Co. während ihres Einsatzes für ebenso perfekte Oberflächen sorgen. Die Spezialisten von Schunk Präzisionswerkzeuge kennen diese Aufgabe aus dem Effeff: Das Unternehmen produziert einerseits Standard- und Sonderwerkzeuge. Anderseits sorgt es mit einem effizienten Nachschleifservice für die Wiederaufbereitung der Tools – und das mit wachsendem Erfolg: Zweistellige Wachstumsraten waren in den letzten Jahren die Regel.

Gibt es ein Erfolgsgeheimnis? „Wir arbeiten mit vielen Kunden eng zusammen und beraten zu technischen Fragen“, erklärt Salim Zamel, verantwortlich für das Qualitätsmanagement bei Schunk. „Es geht also nicht nur darum, Werkzeuge für eine Aufgabe auszuliefern, sondern eine Gesamtlösung rund um die Werkzeugstrategie zu entwickeln.“ Am Ende bekommt jeder Kunde eine passgenaue Lösung, was diese Aufgabe sehr abwechslungsreich macht: Schunk bietet in seinem Katalog rund 6.000 verschiedene Werkzeuge an, wobei jedes bis zu zehn Produktionsschritte durchläuft – und das vor dem Hintergrund von knappen Lieferterminen! „Lange Zeit haben wir diese Komplexität mit Lexware gemanagt“, erzählt Salim Zamel. „Mit steigenden Auftragszahlen war das aber kaum noch möglich, zumal sich ein geplanter Webshop nicht mit Lexware vernetzen ließ.“

Auf einen Blick:

Der Mehrwert für Schunk Präzisionswerkzeuge

Steuerung der mehrstufigen Produktionsprozesse

auf Basis von einfachen Tabellenansichten im ERP-System

Jederzeit aktueller Auftragsstatus im System

als perfekte Grundlage für die Kommunikation mit den Kunden

Dokumentation von individuellen Kundenanforderungen

für die Steuerung der Produktion

Schnittstelle zum Webshop inklusive Konfigurator

zur einfachen Bestellung von individualisierten Produkten 

Vereinfachte Buchhaltung bei komplexen Bestellungen

inklusive stufenweisem Versand und abschließender Gesamtrechnung

Passgenaue Implementierung

mit Go-Live der einzelnen Module in mehreren Phasen

Jedes Werkzeug durchläuft mehrere Produktionsschritte, wobei wir eine Vielzahl von Aufträgen parallel an verschiedenen Maschinen abarbeiten – diese Komplexität haben wir mit Haufe X360 perfekt im Griff. Außerdem liegt jeder Auftragsstatus immer transparent vor und die Buchhaltung ist vereinfacht. Wir sind rundum zufrieden.

Salim Zamel,
Qualitätsmanagement bei Schunk Präzisionswerkzeuge

SYSolution: Die Wertschöpfung unterstützen

In der Folge machten sich die Werkzeugspezialisten auf die Suche nach einer ERP-Lösung – den Ausschlag für Haufe X360 gab am Ende der große Funktionsumfang „im Standard“. Als Implementierungspartner kam SYSolution an Bord. „Wir haben uns im ersten Schritt die Prozesse des Unternehmens vor Ort angeschaut“, erklärt Christian Omasmeier von SYSolution. „Im Kern geht es uns immer darum, genau zu verstehen, wie etwas ausgeführt wird und wer daran beteiligt ist. Das ist die Basis für eine passgenaue ERP-Lösung, die direkt der Wertschöpfung zugute kommt. Von diesem Anspruch rücken wir nicht ab.“

Die Herausforderung

Das Wachstum beherrschen

Präzisionswerkzeuge sind vor allem eines: individuell. Jeder Fräser oder Bohrer weist eine sehr spezielle Geometrie auf, die im späteren Einsatz in der Werkzeugmaschine für den nötigen Materialabtrag sorgt. Und genau diese Geometrie lässt sich nicht „auf Knopfdruck“ produzieren – im Gegenteil: Jedes Werkzeug durchläuft bei Schunk bis zu zehn verschiedene Fertigungsschritte vom Rundschleifen über die Feinbearbeitung der Geometrie bis zur Beschichtung und Endkontrolle.

Wie steuert man einen solchen Prozess? „In der Vergangenheit gab es ausgedruckte Produktionsaufträge mit allen Infos, die wir in die Produktion gegeben haben“, erklärt Salim Zamel. „Die Mitarbeitenden in der Produktion haben diese Zettel dann quasi abgearbeitet. Wenn Sie fertig waren, brachten sie die unterschriebenen Aufträge zurück in die Verwaltung. Allerdings wussten wir deshalb vorher nie so genau, wann etwas fertig ist und in welche Reihenfolge die Aufträge gerade abgearbeitet werden.“

 

Gerade unter Zeitdruck entwickelte sich diese Ausgangslage zu einer Belastung: Wollte ein Kunde zum Beispiel wissen, wann „seine“ Werkzeuge geliefert werden, musste man zunächst in die Produktion gehen und nachfragen. „Mitunter war das Ganze wie eine kleine Recherche“, sagt dazu Salim Zamel. „Schließlich verfügen wir über einen umfangreichen Maschinenpark und jedes Werkzeug wird an verschiedenen Stationen bearbeitet. Insofern konnte man vorher nicht wissen, welchen Status der gesuchte Auftrag hat und wen man dazu im Produktionsbereich fragen muss. Das Ganze war mühsam.“

Dazu kommt: Zur Produktion des Werkzeugs gehören bei Schunk anspruchsvolle Beschichtungsprozesse, die das Unternehmen zu 95 Prozent selbst ausführt – nur Diamantbeschichtungen werden von einem Partner übernommen. In einem solchen Fall muss man diese externen Arbeitsschritte mit einberechnen, wenn im Vorfeld ein Auslieferungstermin für Kunden bestimmt wird – und  die Mitarbeitenden in der Produktion sollten diese externen Prozesse ebenso im Blick behalten.

Mitunter ging das aber schief. Sprich: Die Produktion startete angesichts eines bestimmten Ausliefertermins zu spät, weil man die Dauer des externen Beschichtungsprozesses nicht genau genug beachtet hatte. „Angesichts von zunehmenden Stückzahlen war deshalb klar, dass wir eine andere Software zur Steuerung unserer Prozesse benötigen“, betont Salim Zamel. „Der Einsatz eines ERP-Systems lag gewissermaßen auf der Hand.“

Die Implementierung

Prozesse verstehen und perfektionieren

Für die ERP-Experten von SYSolution war diese Aufgabe eine passende Herausforderung, denn zum einen kennt das Team um Geschäftsführer Christian Omasmeier die Prozesse der industriellen Produktion. Zum anderen setzt man auf enge Partnerschaften. „Wir sind dauerhaft an der Seite der Kunden, tauschen uns regelmäßig mit ihnen aus und entwickeln schnelle Lösungen, wenn neue Herausforderungen anstehen“, erklärt dazu Christian Omasmeier – ein Ansatz, der Schunk in besonderer Weise überzeugt hat, wie Salim Zamel bestätigt: „Im Grunde ähnelt diese Arbeitsweise unserer eigenen, denn enge Partnerschaften sind unser Erfolgsmodell. Die Kooperation mit SYSolution hat deshalb perfekt funktioniert.“

 

Zudem überließen die Partner nichts dem Zufall: Das SYSolution-Team war vor Ort, begutachtete diverse Prozesse in der gesamten Wertschöpfungskette und entwickelte darauf aufbauend eine erste ERP-Testumgebung für Salim Zamel. Anschließende Änderungswünsche wurden „über Nacht“ umgesetzt – das System verwandelte sich also Stück für Stück in die perfekte Lösung, wobei man in zwei Hauptschritten vorging: Zunächst konfigurierte SYSolution das ERP-Modul für die Buchhaltung, daran anschließend das Produktionsmodul.

Auch der nachfolgende Go-Live erfolgte stufenweise – und das gilt vor allem für die Buchhaltung. Hier stand das finale System zwar bereits Mitte 2024 zur Verfügung und Schunk begann auch damit, hier neue Aufträge anzulegen. Alle Rechnungen wurden allerdings zunächst exportiert und in der (weiter vorhandenen) Lexware-Lösung ein zweites Mal verbucht. Erst ab Januar 2025 erfolgte die Buchhaltung ausnahmslos per Haufe X360. „Ein solches Vorgehen stellt kein Problem dar“, erklärt Christian Omasmeier. „In diesem Fall hatte es den Vorteil, dass Rechnungsprozesse nicht in der Mitte eines Jahres umgestellt wurden. Die User konnten sich also eine Zeit lang an neue Prozesse gewöhnen. So etwas ist uns sehr wichtig. Das gesamte Unternehmen soll  möglichst einfach in die Nutzung von Haufe X360 hineingleiten.“

Das Ergebnis

Produktion und Auftragsmanagement immer im Takt

Wie wirkungsvoll Haufe X360 bei Schunk ist, zeigt sich in besonderer Weise im Produktionsbereich: Die komplexe Auftragssteuerung basiert weitgehend auf dem ERP-System. Dabei sieht der Maschinenbediener in „seiner“ Ansicht eine Liste von Produktionsaufträgen, die er (je nach zugesagtem Liefertermin) in der richtigen Reihenfolge abarbeitet. Ist einer dieser Aufträge abgeschlossen, bestätigt er das mit wenigen Klicks  im System – was wiederum auch jener Maschinenbediener sieht, der für den nachfolgenden Prozessschritt verantwortlich ist. Anders gesagt: Die stufenweise Bearbeitung der Werkzeuge wird ebenso stufenweise mit dem ERP-System dokumentiert und gesteuert. „Folglich liegt der aktuelle Status eines Auftrags immer in Haufe X360 vor“, erklärt Salim Zamel. „Außerdem hinterlegen wir im System die Besonderheiten eines Auftrags, so dass in der Produktion nichts vergessen wird.“

 

Transparenz und Vernetzung – diese Qualitäten prägen auch die ERP-basierte Buchhaltung und Warenwirtschaft bei Schunk: Liegt ein neuer Auftrag vor, sehen Verantwortliche im System, ob die bestellten Werkzeuge im Lager vorrätig sind oder ob das etwa nur für einen Teil der Bestellung zutrifft. In diesem Fall versendet das System mit wenigen Klicks eine Teil-Lieferbestätigung an den Kunden. Außerdem generiert Haufe X360 für alle offenen Posten neue Produktionsaufträge – und informiert die Kunden über die (späteren) Liefertermine. Der Auftrag  wird also in mehreren Schritten abgearbeitet, worüber der Kunde informiert ist. Erst am Ende wird eine Rechnung erstellt. „Alle Warenprozesse, Lieferdaten und die dazugehörende Buchhaltung haben wir per ERP jederzeit im Griff“, fasst Salim Zamel zusammen.

Bleibt am Ende ein Blick in die Zukunft, denn Schunk hebt seine Kundenbeziehung auf eine neue Ebene: Zukünftig können alle Werkzeuge per Webshop bestellt werden – und genau das ist in diesem technologischen Umfeld keine Kleinigkeit! Schließlich benötigen die Kunden sehr spezielle Tools, was sich auf ihre Größe, Geometrie und Werkstoff auswirkt. Kein Auftrag ist wie der andere. Deshalb setzt Schunk auf einen Produktkonfigurator, der eine 3D-Ansicht des gewünschten Werkzeugs im Webshop erzeugt. Dabei sieht der Kunde „seinen“ Preis und kann Bestellungen mit wenigen Klicks abschließen. Alle Daten landen umgehend im ERP-System, was die nachfolgenden Prozesse automatisiert initiiert. „Wir haben vor einigen Jahren erlebt, wie der erste gedruckte Produktkatalog neue Umsätze erzeugt hat. Von Webshop und Konfigurator versprechen wir uns ähnliches. Es wird noch einfacher, individuelle Werkzeuge zu bestellen. Haufe X360 ist dabei so etwas wie die technische Basis für den Erfolg.“

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