ERP-Förderung: Staatliche Fördergelder für ERP-Systeme & Digitalisierung

Aktualisiert: 05. Januar 2026

13 min.

Haufe Redaktion Cloud ERP Mittelstand

Mit effizienten Cloud-ERP-Systemen können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) effizienter, innovativer und sicherer arbeiten. Um diesen Digitalisierungssprung zu unterstützen, fördern Bundesministerien, Landesregierungen sowie die KfW den Wechsel auf eine moderne ERP-Lösung. Erfahren Sie, welche fünf Digitalisierungsförderungen 2026 für KMU besonders interessant sind und was Sie dabei beachten sollten.

KMU und Digitalisierung: Förderungen sind nötig

Die digitale Transformation ist in der heutigen Geschäftswelt unumgänglich. Unternehmen sehen sich mit einem stetig wachsenden Wettbewerbsdruck, dem Fachkräftemangel und den Anforderungen der Klimapolitik konfrontiert, was sie dazu zwingt, Digitalisierungs- und Automatisierungsmöglichkeiten zu nutzen. Obwohl viele Unternehmen die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse als notwendiges Übel betrachten, eröffnen sich durch diesen Wandel zahlreiche neue Chancen.

Die effiziente Nutzung digitaler Technologien ermöglicht es, Arbeitsabläufe zu optimieren, Kosten zu reduzieren und langfristig einen höheren Gewinn zu erzielen. Im Zeitalter der digitalen Transformation müssen sich insbesondere mittelständische Unternehmen bewusst sein, dass die Investition in innovative Technologien nicht nur eine Anpassung an die Zeit ist, sondern auch eine strategische Weichenstellung für die Zukunft darstellt.

 

Das Cloud-ERP für KMU

Haufe X360 ebnet Ihren Weg in die digitale Zukunft. Unsere Plattform vereint klassische ERP-Funktionen mit branchenspezifischen Erweiterungen aus HR, Logistik, E-Commerce und Qualitätsmanagement. Dank KI und Machine Learning automatisieren wir komplexe Prozesse für Sie.

ERP System von Haufe - Die Unterneh­menssoftware für den Mittelstand

Ohne Investitionen in Digitalisierung wird es schwer für den Mittelstand

Die Bedeutung staatlicher Digitalisierungsförderungen für mittelständische Unternehmen wird durch den aktuellen KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand unterstrichen. 35 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben kürzlich Digitalisierungsprojekte durchgeführt, wobei die Modernisierung des Kundenkontakts und die Integration neuer IT-Anwendungen zu den priorisierten Maßnahmen zählen. Interessanterweise zeigt der Bericht, dass die Unternehmensgröße die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen stark beeinflusst. Derzeit setzen große Mittelständler mit einer Wahrscheinlichkeit von 67 % etwa 2,1-mal häufiger Digitalisierungsprojekte um als kleine Unternehmen. Während große Mittelständler (ab 50 Mitarbeitern) ihre Aktivitäten ausbauen und komplexe digitale Projekte priorisieren, sind kleinere Betriebe (unter 5 Mitarbeitern) seltener involviert und konzentrieren sich auf einfache Maßnahmen wie die Digitalisierung der Kunden- und Zuliefererschnittstellen.

In diesem Kontext gewinnen staatliche Förderungen für die Digitalisierung von KMU zunehmend an Bedeutung, um auch kleineren Unternehmen den Zugang zu den Vorteilen der digitalen Transformation zu erleichtern. Förderprogramme zur Digitalisierung – seien es Fördermaßnahmen des Bundes oder der einzelnen Länder – bieten eine finanzielle Unterstützung und Anreize, um die Modernisierung von Geschäftsprozessen voranzutreiben und somit die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

 

Zahlen und Fakten der Digitalisierung

  • Nur 32 Prozent deutscher Unternehmen sehen sich als Vorreiter der
    Digitalisierung, 64 Prozent als Nachzügler (Presseinformation bitkom e.V.)
  • Laut Bundesnetzagentur erreichen 42 Prozent der kleinen und 20 Prozent der
    mittleren Unternehmen keine grundlegende digitale Intensität im EU Digital Intensity Index 20241
  • Einem aktuellen Bericht der KfW zufolge haben 35 Prozent mittelständischer
    Unternehmen im Zeitraum 2021 bis 2023 Digitalisierungsprojekte abgeschlossen.  
  • Laut KfW-Bericht erreichten die Digitalisierungsausgaben im Mittelstand im
    Jahr 2023 einen Rekordwert von 31,9 Mrd. EUR.  
  • Mittelständler investierten gemäß des KfW-Berichts 2023 durchschnittlich
    25.000 Euro, kleine Unternehmen 8.000 Euro in Digitalisierungsprojekte.  
     

1 Der EU Digital Intensity Index misst die Nutzung digitaler Technologien anhand von zwölf Indikatoren wie KI, Cloud-Diensten und schnellen Internetverbindungen. Eine grundlegende Intensität erfordert mindestens vier erfüllten Indikatoren.

Digitalisierungsförderung in Deutschland: Ihr Weg durch den Bürokratiedschungel

Digitalisierungsförderung in Deutschland: Ihr Weg durch den Bürokratiedschungel  Die Suche nach passenden Förderprogrammen, die für KMU die Investitionen in die Digitalisierung unterstützen, gestaltet sich in Deutschland komplex. Die Förderlandkarte ist vielfältig und nicht immer leicht zu überblicken. Normale Unternehmer haben Schwierigkeiten, rechtzeitig über Bewerbungsfristen und neue Programme informiert zu werden. Dies erschwert es, die Chancen staatlicher Förderungen optimal zu nutzen. Um die Digitalisierung von KMU voranzutreiben, ist es entscheidend, aktiv nach aktuellen Fördermöglichkeiten zu suchen und ständig informiert zu bleiben.

Unser Tipp: Kennen Sie schon den Newsletter der Förderberatung des Bundes? Hier erhalten Sie via E-Mail regelmäßig Informationen über neue Fördermaßnahmen der Bundes- und Landesregierungen. Jetzt abonnieren!

Auch Landesregierungen finanzieren Digitalisierungsmaßnahmen für KMU

Zusätzlich zu den Förderungen des Bundes existieren auch Förderprogramme der Bundesländer und ihrer Landesbanken für die Digitalisierung. Diese regionalen Programme ergänzen die bundesweiten Angebote und helfen Unternehmen, sich besser an die spezifischen Bedingungen vor Ort anzupassen. Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern schafft eine breite Palette an Fördermöglichkeiten, um eine finanzielle Unterstützung zu erhalten. Das macht die Recherche nach der passenden Digitalisierungsförderung aber nicht einfacher.

Wir fokussieren uns in diesem Beitrag auf die Fördermaßnahmen des Bundes und der KfW. Die Maßnahmen der jeweiligen Bundesländer lassen sich am besten über die Webseiten der Wirtschaftsministerien finden, wie zum Beispiel hier für Baden-Württemberg oder hier für Bayern.

Wie unterscheiden sich die einzelnen Förderpakete?

Wie Sie die Einführung eines ERP-Systems oder einer anderen Investition in Ihre Digitalisierung finanzieren können, unterscheidet sich grundsätzlich in nicht rückzahlbare Zuschüsse oder in zinsverbilligte Darlehen.

Förderung über nicht rückzahlbare Zuschüsse

Zuschüsse sind eine besonders begehrte Form der Digitalisierungsförderung, denn eine Rückzahlung ist nicht erforderlich. In Abhängigkeit des jeweiligen Programms erhalten die Antragsteller dank der KMU-Förderung zwischen 30 und 80 Prozent der förderfähigen Investitionssumme. Damit die Kosten für den Bund nicht ausufern, sind die jeweiligen Programme mit Maximalbeträgen gedeckelt. Damit ist sichergestellt, dass für die Antragsteller immer ein Eigenanteil des Investments bestehen bleibt.

Förderung über Darlehen

Ebenso bieten Bund und Länder zinsgünstige Darlehen an, mit denen Unternehmen ihre Digitalisierungsmaßnahmen, wie etwa die Einführung eines ERP-Systems, finanzieren können. Die Laufzeiten dieser Darlehen können bis zu 20 Jahre betragen. Wichtig zu wissen: In Abhängigkeit des jeweiligen Kreditgebers sind auch Haftungsfreistellung oder Tilgungszuschüsse bei der Digitalisierung von KMU möglich.

Holen Sie sich professionelle Beratung für ihr Digitalisierungsprojekt

Lasse ich meine Digitalisierung vom Bund oder vom Land fördern? Und setze ich dabei auf einen Zuschuss oder ein Darlehen? Sollten Sie unsicher sein, welche Förderung für Ihre Digitalisierung am sinnvollsten ist, lohnt es sich garantiert, auf professionelle Förderberatungen zu setzen. Ein erster guter Startpunkt ist zum Beispiel der Lotsendienst für Unternehmen der Förderberatung des Bundes.  Aber auch die lokal ansässige Industrie- und Handelskammer (IHK) kann Ihnen weiterhelfen – finden Sie hier auf der Landkarte aller IHK in Deutschland den richtigen Ansprechpartner.

Praktische Beispiele der Digitalisierung im Mittelstand

Wie sieht Digitalisierung im Mittelstand konkret aus? Anwender von Haufe X360 zeigen, wie datenbasierte Prozesse schneller, fehlerfreier und flexibler gestaltet werden können. Hier stehen echte Praxisbeispiele im Fokus, die zeigen, wie Digitalisierung greifbar wird.
Hier zum Artikel mit 5 Beispielen aus der Praxis.

5 Digitalisierungsförderungen des Bundes, die KMU kennen sollten (Stand 2026)

Hier finden Sie eine Übersicht über fünf wichtige staatliche Fördermaßnahmen, die KMU in Deutschland dabei helfen, ihre Digitalisierungsvorhaben erfolgreich umzusetzen.

Das Förderprogramm "ERP-Förderkredit Digitalisierung“ der KfW unterstützt Unternehmen in Deutschland bei der Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben. Es bietet attraktive Zinssätze und flexible Konditionen, um Investitionen in innovative Technologien wie ein modernes ERP-System zu fördern.  Auch laufende Kosten von Digitalisierungsprojekten können gefördert werden. 

Förderkonditionen auf einen Blick: 

  • Ab 2,68 % effektivem Jahreszins. 
     
  • Kredit bis zu 25 Mio. Euro über Hausbank. 
     
  • Ergänzender Zuschuss bis maximal 200.000 Euro. 
     
  • Förderung von Investitionen und laufenden Kosten in Digitalisierungsvorhaben, einschließlich neuer Hard- und Software, digitaler Geschäftsmodelle und Zukunftstechnologien. 
     
  • Für KMU, Freiberufler, Einzelunternehmen sowie größere mittelständische Unternehmen mit maximal 500 Mio. Euro Jahresgruppenumsatz. 
     
  • Abhängig vom Vorhaben erfolgt der Förderkredit in 3 Stufen mit steigenden Konditionen. 
     
  • Abrufzeit ab Kreditzusage: ohne Risikoübernahme (Kredit Nr. 511) bis zu 24 Monate, mit Risikoübernahme (Kredit Nr. 512) bis zu 12 Monate. 
     
  • Kombination mit weiteren Fördermitteln (z. B. Krediten oder Zuschüssen) grundsätzlich möglich. 

     


Zusätzlicher ERP-Förderzuschuss 
Neben dem ERP-Förderkredit Digitalisierung bietet die KfW einen ERP-Förderzuschuss an, der den Förderkredit ergänzt und zusammen mit diesem beantragt werden kann. Abhängig vom Vorhaben erfolgt die Vergabe des Zuschusses in drei Stufen: 

Stufe 1: Basisdigitalisierung 

Kein Zuschuss 

Stufe 2: LevelUp-Digitalisierung 

bis zu 3 % auf den ausgezahlten Kreditbetrag 

Stufe 3: HighEnd-Digitalisierung 

bis zu 5 % auf den ausgezahlten Kreditbetrag 

 

Tipp: Digitalisierungs-Check der KfW 
Unsicher, wo Ihr Unternehmen im Rahmen der Digitalisierung steht? Der KfW-Digitalisierungs-Check liefert eine erste Einschätzung und konkrete Empfehlungen fürs weitere Vorgehen. Hinweis: Der ausgefüllte Check ist die Voraussetzung, um den ERP-Förderkredit Digitalisierung (Stufe 1) bei einem Finanzierungspartner zu beantragen. Das Ergebnis selbst hat dabei jedoch keinen Einfluss auf die Förderung. 
Hier gelangen Sie zur Einschätzung. 

 
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der KfW: Der ERP-Förderkredit Digitalisierung (511/512). 

 

Das Förderprogramm „ERP-Förderkredit Innovation“ der KfW unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Finanzierung von Innovationsvorhaben. Es bietet attraktive Zinssätze und flexible Konditionen, um Investitionen und laufende Kosten für innovative Projekte zu fördern – etwa die KI-Integration in ERP-Systeme für optimierte Prozesse. 

Förderkonditionen auf einen Blick: 

  • Ab 2,22 Prozent effektivem Jahreszins.
     
  • Kredit bis 25 Mio. Euro über Hausbank. 
     
  • Zuschuss bis zu 5 Prozent des ausgezahlten Kreditbetrags bei anspruchsvollen Vorhaben (max. 200.000 Euro).
     
  • Förderung von Innovationsvorhaben wie Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsverbesserungen, Forschung und Entwicklung sowie KI-Innovationen. 
  •  
  • Für KMU, größere mittelständische Betriebe mit einem Jahresgruppenumsatz von bis zu 500 Millionen Euro sowie Freiberufler. 
  • Abhängig vom Innovationsgrad erfolgt die Vergabe in 3 Stufen. 
     
  • Optionale Risikoübernahme: KfW übernimmt bis zu 50 Prozent des Kreditrisikos. 
     
  • Kombination mit weiteren Fördermitteln (z. B. Kredite oder Zuschüssen) grundsätzlich möglich.

 

Zusätzlicher ERP-Förderzuschuss 
Neben dem ERP-Förderkredit Innovation bietet die KfW auch bei diesem Förderprogramm einen zusätzlichen ERP-Förderzuschuss an, der den Förderkredit ergänzt und zusammen mit diesem beantragt werden kann. Abhängig vom Vorhaben erfolgt die Vergabe des Zuschusses wie beim Förderkredit Digitalisierung (511/512) in drei Stufen: 

Stufe 1: Basisdigitalisierung 

Kein Zuschuss 

Stufe 2: LevelUp-Digitalisierung 

bis zu 3 % auf den ausgezahlten Kreditbetrag 

Stufe 3: HighEnd-Digitalisierung 

bis zu 5 % auf den ausgezahlten Kreditbetrag 

 

Tipp: Stufencheck der KfW 
Unsicher, welche Förderstufe für Ihr Vorhaben infrage kommt? Der KfW-Stufencheck bietet eine schnelle und unverbindliche Einschätzung. Den Check zum Durchklicken finden Sie auf der Webseite des ERP-Förderkredits Innovation (513/514) der KfW unter dem Menüpunkt „Was fördern wir?“. 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der KfW: Der ERP-Förderkredit Innovation (513/514). 
 

Das Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt Unternehmen in Form von finanziellen Zuschüssen für externe Beratungsleistungen. Kleine und mittelständische Unternehmen können Fördermittel für allgemeine Beratungen, wie beispielsweise zur Optimierung von Geschäftsprozessen oder zur Markterschließung, beantragen. 

Die Rahmenbedingung dieser Förderung auf einen Blick: 

  • Die Förderungen können seit dem 1. Januar 2023 und bis zum 31. Dezember 2026 beantragt werden. 
     
  • Gefördert wird mit einer Anteilsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses zum Beraterhonorar. 
     
  • Maximal förderfähige Beratungskosten: 3.500 Euro. 
     
  • Der Zuschuss beträgt je nach Region bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten, demnach maximal 2.800 Euro. 
     
  • Jedes förderberechtigte Unternehmen erhält maximal fünf in sich abgeschlossene Beratungen (maximal zwei Beratungen pro Jahr). 
     
  • Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und einen Jahresumsatz von nicht mehr als 50 Millionen Euro haben eine Chance auf diese Förderleistungen. 
     
  • Das Förderprogramm wird von zwei Bundesämtern sowie dem Europäischen Sozialfond Plus organisiert. Entsprechend komplex sind die Hürden, einen Antrag zu stellen. Wir empfehlen deshalb, sich für dieses Förderprogramm frühzeitig professionelle Beratung hinzuzunehmen. 


NEU: Seit dem 15. November 2025 wird der Zuschuss für nicht vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen (z. B. Kleinunternehmer, Freiberufler) in 50 Prozent der Regionen auf Basis des Brutto-Rechnungsbetrags (inkl. MwSt.) berechnet. Mit dieser Änderung erhalten betroffene Unternehmen eine höhere Zuschusssumme – bis zu maximal 2.082,50 Euro. Allerdings gilt die Regelung nur für Anträge, die zwischen dem 15. November 2025 und 31. Dezember 2026 gestellt werden. 
 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der BAFA: Förderung von Unternehmensberatungen für KMU
 

Das Förderprogramm "go-Inno" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) ist quasi der „kleine Bruder“ des ehemaligen, Ende Dezember 2024 ausgelaufenen Förderprogramms „go-digital“ und hat dementsprechend vergleichbare Rahmenbedingungen. Es unterstützt Unternehmen dabei, Innovationsprojekte erfolgreich umzusetzen. Es bietet finanzielle Zuschüsse für Beratungsleistungen im Bereich Innovation, wie beispielsweise für die Entwicklung neuer Produkte oder die Optimierung von Prozessen. 

Die Rahmenbedingung dieser Förderung auf einen Blick: 

  • Seit Juli 2025 wieder neu gestartet. 
     
  • Das Förderprogramm unterstützt in Form von Innovationsgutscheinen, die bis zu 50 Prozent der Ausgaben für externe Beratungsleistungen decken. 
     
  • Aber: Nur vom BMWE autorisierte Beratungsunternehmen dürfen unterstützen. 
     
  • Für einen Beratertag sind Ausgaben bis zu 1.100 Euro je Tagewerk zu 50 Prozent förderfähig. 
     
  • Förderberechtigt sind Betriebe mit weniger als 100 Beschäftigten bei Vertragsabschluss (einschließlich aller Partnerunternehmen und verbundenen Unternehmen) und mit einem Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Millionen Euro. 
     
  • Bis zu 5 Innovationsgutscheine pro Jahr pro Unternehmen mit maximalem Förderwert von 20.000 Euro. 

  

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des BMWEgo-inno –Die Innovationsgutscheine des BMWE
 

Das Förderprogramm "KfW- Konsortialkredit Innovation und Digitalisierung (290)" der KfW bietet Unternehmen in Deutschland finanzielle Unterstützung für Investitionen in Innovation und Digitalisierung. Die KfW fördert hiermit sowohl Digitalisierungsvorhaben, wie etwa die Einführung einer modernen ERP-Lösung, als auch Innovationsvorhaben, um mit neuen, digitalen Geschäftsmodellen neue Märkte zu erschließen. 

Die Rahmenbedingung dieses Kredits auf einen Blick: 

  • Das Programm ist für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Projektgesellschaften, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden.  
     
  • Unternehmen mit Gruppenumsatz bis einschließlich 500 Mio. Euro sind bei Erfüllung einfacher Kriterien förderfähig; größere Unternehmen müssen zusätzliche Anforderungen erfüllen. 
     
  • Die KfW übernimmt maximal 50 Prozent der Vorhabenfinanzierung, ohne größter Risikoträger zu werden. 
     
  • Die Beteiligung der KfW erfolgt auf Einladung der Bank, entweder direkt als Konsortialpartner oder indirekt mittels Risikounterbeteiligung. 
     
  • Das Gesamtvolumen der Risikoübernahme zuzüglich Refinanzierungsmittel ist je Maßnahme auf 100 Millionen Euro begrenzt. 
     
  • Kombination mit anderen Fördermitteln möglich, wenn der öffentliche Anteil am Ausfallrisiko (inkl. KfW) max. 50 Prozent beträgt. 

  

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der KfW: Der KfW-Konsortialkredit Innovation und Digitalisierung (290)
 

Gut zu wissen: Ende des 'Digital Jetzt' Förderprogramms 

Das beliebte und wahrscheinlich bekannteste Digital-Förderprogramm des Bundes „Digital Jetzt“ lief bereits 2023 aus. Dies bedeutete den Wegfall eines der größten bundesweiten Förderprogramme für die Digitalisierung.  

Praktischer Hinweis für KMU: 
Die Webseite „Mittelstand-Digital“ des Bundeswirtschaftsministeriums bietet wertvolle Informationen zur Digitalisierung. KMU finden dort Informationen zu aktuellen Entwicklungen der Digitalisierung im Mittelstand, praktische Umsetzungshilfen sowie inspirierende Praxisbeispiele. 

 

Die im vorliegenden Blogbeitrag recherchierten Informationen dienen als Überblick über die Förderlandschaft in Deutschland. Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Artikel keine individuelle Rechtsberatung bietet, und es wird empfohlen, bei konkreten Fragen zu Förderungen professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

FAQ

KMU können ihre ERP-Einführung über verschiedene KfW-Förderkredite finanzieren: den ERP-Förderkredit Digitalisierung (511/512) mit günstigen Zinssätzen für digitale Investitionen, den ERP-Förderkredit Innovation (513/514) für innovative Projekte sowie den KfW-Konsortialkredit Innovation und Digitalisierung (290) für umfangreichere Vorhaben.
 

Zuschüsse sind finanzielle Förderungen, die nicht zurückgezahlt werden müssen, und decken je nach Programm 30-80 % der förderfähigen Investitionssumme. Darlehen hingegen bieten zinsgünstige Finanzierungsmöglichkeiten mit flexiblen Laufzeiten und Rückzahlungsmodalitäten. Beide Förderarten können oft kombiniert werden.
 

Die Suche nach Förderprogrammen kann komplex sein. Ein guter Startpunkt ist der Newsletter der Förderberatung des Bundes, der regelmäßig über neue Programme informiert. Alternativ können Sie professionelle Beratungen, wie den Lotsendienst der Förderberatung des Bundes oder die lokale IHK, in Anspruch nehmen.
 

Die Voraussetzungen variieren je nach Förderprogramm. Allgemein gelten jedoch Kriterien wie Unternehmensgröße (z. B. weniger als 250 Beschäftigte), Jahresumsatz (maximal 50 Millionen Euro) und der Nachweis eines konkreten Digitalisierungs- oder Innovationsvorhabens. Einige Programme erfordern auch eine vorherige Einschätzung, wie den KfW-Digitalisierungs-Check.