Electric Sphere

Flexible Batterielösungen für Unternehmen, dazu eine Batterie-Testumgebung für Automobilhersteller – mit diesem Leistungsversprechen treibt Electric Sphere die Elektrifizierung der Industriegesellschaft voran. Haufe X360 dient hierbei als Arbeitsplattform, die flexibel mit dem Unternehmen wächst.   

Über Electric Sphere
Produktion
Sitz
Bad Friedrichshall, Baden-Württemberg, Deutschland
Mitarbeiter:innen
30 Mitarbeitende
Vorherige Software
SAP

Über Electric Sphere

Eine Elektrifizierung unserer Industriegesellschaft ohne Batterietechnologie? Undenkbar. Schließlich sind Energiespeicher eine Grundvoraussetzung dafür, Strom aus regenerativen Quellen „rund um die Uhr“ nutzen zu können. Nun werden einige an dieser Stelle vielleicht an die asiatische Batterieproduktion denken – umso interessanter ist es, dass mit Electric Sphere ein innovatives deutsches Start-up in diesem Markt agiert: Einerseits unterstützen die Spezialisten zum Beispiel Fahrzeughersteller bei der Entwicklung von Hochvoltbatterien. Dazu verfügt der Standort über hochmoderne Prüftechnik. Andererseits produziert Electric Sphere intelligente (und mitunter sehr große) Batteriesysteme für mittelständische Industrieunternehmen und die Landwirtschaft – und das auf Basis von ganzheitlichen Analysen und Konzepten.

„Wir punkten mit einer Mischung aus Erfahrung und Service-Versprechen“, erklärt Martin Kanzok, Leiter Finanzen bei Electric Sphere. „Unsere Kunden schätzen es, dass wir alle Batterielösungen in Bad Friedrichshall produzieren und dann ihren Betrieb per 24/7-Service sicherstellen. Auf dieser Basis begleiten wir sehr unterschiedliche Firmen, wobei jede Lösung modular und individuell konfiguriert wird.“ Aber wieso weist ein junges Start-up überhaupt dieses Know-how auf? Hier hilft der Blick zurück, denn Electric Sphere entstand im Rahmen eines Management-Buyouts im November 2025. Zuvor gehörte der Standort mit seiner High-End-Ausstattung zu einem Systemlieferanten der Automobilindustrie. Nach dem Neustart blieben viele Mitarbeitende in Bad Friedrichshall einfach an Bord. Sprich: Hier ist langjähriges Erfahrungswissen garantiert.

Auf einen Blick:

Der Mehrwert für Electric Sphere

Schnelle Rechnungsstellung und Einkaufsprozesse

auf Basis von Artikelnummern.
Einzelne Positionen lassen sich flexibel fakturieren

Saubere Stammdatenbasis

mit rund 250 Lieferanten und rund 50 Kunden bzw. Geschäftspartnern – ohne Übernahme der Altdaten

Einfaches Nummernsystem für Verkaufschancen, Angebote

und Projekte – für eine eindeutige Zuordnung auch ohne ERP-Zugriff

Geplant: Digitale Bedarfsmeldungen

an den Einkauf per ERP – statt der bislang noch notwendigen Abstimmungen per E-Mail

Geplant: Integration von Zeit- und Lagerwirtschaft

sowie ein weitergehendes Projektcontrolling 

Wir sind ein junges Unternehmen, dessen Entwicklung schnell voranschreitet. Folglich müssen wir das ERP-System immer wieder verändern und anpassen – mit größtmöglicher Freiheit. Das ist bei Haufe X360 gegeben.

Martin Kanzok,
Leiter Finanzen & Controlling bei Electric Sphere

easy Kaufmann: An der Seite des Kunden

Mit Blick auf das IT-Netzwerk ging das Ganze allerdings auch mit einer Herausforderung einher: Das SAP-System von IONCOR stand zum Stichtag nicht mehr zur Verfügung – freilich keine Überraschung für die Verantwortlichen. Martin Kanzok recherchierte deshalb frühzeitig nach Alternativen und entschied sich für die Einführung von Haufe X360. Gleichzeitig rückte easy Kaufmann als Implementierungspartner an die Seite der Batteriespezialisten. „Wir haben uns über diese Aufgabe sehr gefreut, denn das Unternehmen hat einen breit gefächertes Produktions- und Dienstleistungsbereich. Das ist die ideale Basis für eine wirkungsvolle ERP-Vernetzung der Wertschöpfungskette“, sagt Franz Köhler von easy Kaufmann. „Gleichzeitig eröffnen sich in Zukunft viele Chancen für weitere Optimierungen. Wir bleiben also an der Seite des Kunden und unterstützen ihn laufend in diesem Prozess. Das ist eines unserer zentralen Leistungsversprechen.“

Die Herausforderung

Großes Produktportfolio – komplexe Dienstleistungen

Prüfdienstleistungen, Produktion von Batteriespeichern, Energiekonzepte – das Portfolio von Electric Sphere liest sich nicht zufällig wie ein Gesamtpaket: Vieles beeinflusst sich gegenseitig und profitiert voneinander. Wenn also beispielsweise Industrieunternehmen passgenaue Großspeicher für Photovoltaikanlagen auf dem Werksdach benötigen, analysieren die Spezialisten zunächst die Ausgangslage: Wie groß ist der Energiebedarf und welche Rahmenbedingungen liegen vor? Anschließend punktet ein intelligentes Batteriesystem, das man modular auf die Anwendung zuschneiden und per Managementsystem tracken kann. „Unser Ziel ist es, ganz unterschiedlichen Kunden aus Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft bei ihrer Elektrifizierung zu helfen“, betont Martin Kanzok, was allerdings auch bedeutet: Jede Aufgabe ist anders und die interne Steuerung der unternehmerischen Wertschöpfung verlangt nach Präzision.

 

Dazu kommt, dass wir hier von einer zentralen Technologie für die Zukunft der Industriegesellschaft reden. Und das heißt: Die Entwicklung geht schnell voran, der Markt verändert sich – und die Akteure müssen innovativ und schnell agieren. Agile unternehmerische Prozesse sind also unverzichtbar, was nicht zuletzt mit dem Ruf nach ERP-Technologie einhergeht. Aber warum ist man unter diesen Vorzeichen nicht einfach beim vorhandenen SAP-System geblieben? „Die Lösung ging vom damaligen Mutterkonzern aus, was im Verbund der Unternehmen auch Sinn ergab. Insgesamt war SAP für unsere Aufgaben aber überdimensioniert“, antwortet Martin Kanzok. „Es gab zum Beispiel zu viele Eingabefelder: Wo werden Freigaben durchgeführt, wo Bestellungen angelegt und wo Rechnungen geschrieben? Ich habe immer lange gesucht.“  

In der Folge entschieden sich die Verantwortlichen dafür, ein neues ERP-System einzuführen. Martin Kanzok recherchierte lange nach der richtigen Lösung und erkundigte sich sogar bei anderen Unternehmen. Im Fokus standen offene und flexible Technologien, die sich verändern lassen und mit dem Unternehmen wachsen. „Wir benötigen keine abgeschlossene und statische Lösung. Vielmehr wollen wir das ERP ohne Einschränkungen laufend erweitern. Diese Flexibilität bot uns Haufe X360 in besonderer Weise“, so Martin Kanzok.

Die Implementierung

Von null auf hundert

Die anschließende Implementierung stand dann unter Zeitdruck, denn erste Gespräche der Partner erfolgten nur wenige Monate vor dem geplanten Neustart von Electric Sphere. Unter dem Motto „Konzentration aufs Wesentliche“ wurden im ersten Schritt deshalb nur Finanzbuchhaltung und Einkauf in das ERP-System überführt. „Letztlich verschob sich der Management-Buyout aber immer wieder und ich konnte nicht prognostizieren, wann das System tatsächlich live gehen muss“, betont Martin Kanzok. „Wir haben deshalb sehr flexibel und quasi auf Zuruf am System gearbeitet. Ganz nebenbei habe ich in dieser Phase Haufe X360 umfassend kennengelernt und konnte dann sogar andere Kollegen schulen.“

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Umgang mit vorhandenen Stammdaten, denn das Unternehmen nutzte die Zeit bis zum Go-Live für eine ebenso umfassende wie systematische Bereinigung. Dabei versendete man ein Template zur Datenabfrage an externe Partner und legte anschließend alle Informationen neu an. „Wir wollten nicht Hunderte von alten Lieferantendaten automatisiert übertragen, obwohl wir mit vielen gar nicht mehr zusammenarbeiten“, erklärt Martin Kanzok. „Im Endergebnis verfügen wir jetzt über eine viel schlankere und aktuellere Datenbasis. Diese Qualität zahlt sich aus – zum Beispiel, weil Angebote oder Bestellungen fehlerfrei adressiert werden.“

Im Übrigen vollzog sich der Start des neuen Systems reibungslos – was allerdings auch unverzichtbar war, denn mit Haufe X360 wurden direkt alle anfallenden Rechnungen und Bestellungen erstellt bzw. bearbeitet. Individuelle Dokumentenvorlagen zu unterschiedlichen Aufgaben bilden hierfür eine erste Arbeitsgrundlage. Mittlerweile sind die Beteiligten allerdings schon wieder ein ganzes Stück weiter, denn die Einführung des CRM-Moduls steht in den Startlöchern. Electric Sphere will auf diese Weise seine Verkaufschancen systematisch erfassen, klassifizieren und bei Erfolg direkt in ein Projekt überführen.

Die Lösung

Stufenweise zum Ziel

Und wie funktioniert das tägliche Arbeiten mit Haufe X360? Martin Kanzok beschreibt das ERP-System als „große Erleichterung“, weil Informationen gebündelt zur Verfügung stehen. Zudem sorgt eine klare Datenstruktur für Tempo, denn sowohl Dienstleistungen als auch Produkte haben bei Electric Sphere eindeutige Artikelnummern. Und das heißt: Für die Erstellung eines Angebots kann man die gewünschten Leistungen bzw. Artikelnummern mit einem Klick auswählen und dem Projekt zuweisen. Anschließend übernimmt zum Beispiel auch der Einkauf diese Angaben für seine Materialbestellungen, was erneut viele manuelle Eingaben überflüssig macht. Gleiches gilt für die finale Rechnungsstellung. „Natürlich müssen wir diese Artikelnummern gewissenhaft pflegen“, betont Martin Kanzok. „Anschließend ist aber der gesamte Prozess viel einfacher. Zahlreiche Dokumente entstehen im Handumdrehen.“

 

Besonders interessant ist zudem die zukünftige Zeiterfassung der Batteriespezialisten per „timeCard“ – eine externe Lösung, mit deren Hilfe die Mitarbeitenden ihre Zeiten sehr einfach einem Projekt zuordnen können. Per Schnittstelle landen die Daten dann im ERP-System und werden hier (inklusive hinterlegter Stundensätze) automatisiert den Projekten zugeordnet. Darüber hinaus ist interessant, dass Electric Sphere auch Prüfstände und andere Anlagen in ähnlicher Weise erfasst: Deren konkrete Laufzeiten und die jeweils hinterlegten Stundensätze fließen ebenso direkt in die Projekte mit ein. „Letztlich eröffnet uns die Zeiterfassung mit ERP-Vernetzung weitreichende Möglichkeiten“, sagt Martin Kanzok. „So können Projektleiter etwa feststellen, ob ein geplanter Zeitrahmen eingehalten wird. Wir behalten also die Kosten besser im Griff.“

Bleibt zuletzt ein Blick in die Zukunft, denn Electric Sphere will Haufe X360 systematisch im gesamten Unternehmen ausrollen. Auf der Agenda steht hierbei zum Beispiel die Warenwirtschaft, denn ihre Steuerung erfolgt aktuell noch per Excel – ein eher intransparenter Zustand. Schließlich lassen sich auf diese Weise aktuelle Warenbestände nicht von überall aus abrufen. Haufe X360 soll diesen ortsunabhängigen Zugriff ermöglichen. Gleiches gilt für automatisierte Warnmeldungen bei definiertem Mindestwarenbestand und eine stark vereinfachte Inventur. „Die Beispiele machen deutlich, wie wir uns die weitere Entwicklung vorstellen“, sagt Martin Kanzok abschließend. „Wir sind ein junges Unternehmen, dessen Entwicklung schnell voranschreitet. Folglich müssen wir das ERP-System immer wieder anpassen und sukzessive perfektionieren. Und genau diese Freiheit garantiert uns Haufe X360.“

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